Demenz - Vitamin B hält Gehirnschrumpfung auf

Immer mehr Menschen erkranken an der tückischen Krankheit Demenz. Bereits ab einem Alter von 65 bis 69 Lebensjahren erkranken 1,2 % der Bevölkerung an Demenz, die Zahl der über 90zig-Jährigen liegt bei 34,6%. Die oft zu spät erkannte und schleichende Krankheit beginnt häufig mit Sprachstörungen und nachfolgender Einschränkung der motorischen Aktivitäten. Im späteren Stadium beginnt die Unfähigkeit Gegenstände bildlich einzuordnen oder wieder zu erkennen, gefolgt vom Unvermögen zu Organisieren, Planen oder Reinfolgen einzuhalten, bis hin zur vollkommenen Desorientierung.

Bereits bei Studien in Bezug auf körperliche Leistungseinschränkungen, haben Wissenschaftler entdeckt, dass bestimmte Vitamine der Gruppe B für eine Leistungssteigerung sorgen. Genauer gesagt sind es die Vitamine B1, B2, B6, B9 und B12, die sich darum kümmern, dass besonders Sportler wieder zu Höchstleistungen auflaufen. Grundlegend sorgen die B-Vitamine für die Zellerneuerung und sind für die Energiebereitstellung wichtig.
Die wissenschaftliche Studien zeigten: In einer hohen Dosis verabreicht, halbierte das Vitamin B die Schrumpfgeschwindigkeit des Gehirns.

Zum Alterungsprozess gehört der Zerfall der Gehirnmasse dazu, wie die Alterung des gesamten menschlichen Organismus. Das Gehirn verliert ab einem Alter von 60 Jahren etwa 0,5 Prozent seiner Masse. Bei Senioren, die unter einer Vorstufe von Demenz oder Alzheimer leiden, der so genannten „mild cognitive impairment“, schreitet der Verlust an Hirnmasse doppelt so schnell voran.

Dennoch belegten die Wissenschaftler (Forscher der britischen Universität Oxford und aus Norwegen) zuversichtlich, dass die tägliche Einnahme von Vitamin B das Schrumpfen eindämmt und somit der Demenz vorbeugt. An der Studie nahmen 168 Freiwillige im Alter von über 70 Jahren teil, bei denen die Vorstufe zu Alzheimer oder Demenz zu erkennen war. Innerhalb von zwei Jahren, bekamen einige der Teilnehmer Vitamin B6 und B12 in hohen Dosen verabreicht, andere allerdings nur Placebo. Das Resultat ergab, dass die Schrumpfung des Gehirns durch die Gabe von Vitamin B um bis zu 50% reduziert wurde. Allerdings wird gleichzeitig auch vor einer Vitamin B Hysterie gewarnt, denn die Studien sind noch nicht Langzeit erprobt und die Forscher warnen vor zu voreiliger Selbstmedikation. Dies hat nicht zuletzt damit zu tun, dass man einigen Krebserkrankungen eine übermäßige Einnahme an Vitaminen zuschreibt. Auch hier gilt es ein Mittelmaß zu finden.

Natürlich Vorbeugen

Neben der geistigen Fitness, die durch Training (lesen, rätseln, soziale Kontakte pflegen) erreicht werden kann, gibt es auch vielfache Nahrungsmittel, welche die Zufuhr von Vitamin B begünstigen. Es muss nicht immer zur Nahrungsmittelergänzung in Form von Pillen, oder Säften gegriffen werden, auch wenn diese Höchstleistungen Prophezeien. In den meisten Obst und Gemüsesorten steckt genügend Vitamin B, um den Tagesbedarf abzudecken. Besonders reichhaltig sind diese Vitamine in der Schale von Äpfeln, bis auf das Vitamin B12, welches nicht in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten ist, allerdings in tierischen Produkten wie Leber oder Fisch zu finden ist. Veganer sind somit auf eine zusätzliche Einnahme von Vitamin B12 angewiesen.