Spazierengehen bremst Alzheimer
Die Erkrankung von Alzheimer ist im zentralen Nervensystem zu finden, infolge dessen die kognitive Leistungsfähigkeit abnimmt. Das Erinnerungsvermögen ist davon am meisten betroffen und führt so zu den bekannten Symptomen der Vergesslichkeit. Leider sind die Ursachen bislang noch nicht ausreichend und bindend erforscht. Lediglich Formen verschiedener Genmutationen in Bezug auf Erbkrankheit sind belegt, können allerdings nach heutigem Stand der Wissenschaft noch nicht geheilt werden. Deshalb ist es wichtig, Methoden zu finden, die der schleichenden Erkrankung entgegenwirken, insbesondere dann, wenn Alzheimer als Erbkrankheit festgestellt wurde. Gerade in diesen Fällen, kann der Betroffene gezielt gegen den Prozess der Erkrankung vorgehen und frühzeitig mit einer Therapie beginnen.
Bewegung festigt das Gehirnvolumen
Auch wenn die Forschung an der Alzheimer Erkrankung noch kein wirksames Medikament gefunden hat, so belegen Studien, dass der Mensch durch Aktivitäten dagegen steuern kann. Auf diese Weise haben US-Wissenschaftler in einer Langzeitstudie dokumentiert, dass regelmäßiges Spazierengehen der Krankheit vorbeugt und bei bereits Erkrankten dagegenwirkt. Mediziner der University of Pittsburgh in Pennsylvania haben hierzu 426 freiwillige Probanden mit einem Durchschnittsalter von 79 Jahren begleitet. Hierbei wurde auf das Zusammenspiel der geistigen und körperlichen Aktivitäten und deren Wirkung zueinander geachtet. Die Mediziner kamen dabei zu der Erkenntnis, dass das Gehirnvolumen schon bei einem langsamen Spaziergang von rund 1,2 Kilometer pro Tag (oder 8 Kilometer in der Woche) länger erhalten bleibt. Nach Einschätzung der Forscher ist diese Tatsache ein wichtiger Ansatz zur Vorbeugung von Alzheimer und kann bei bereits Erkrankten den Fortschritt aufhalten.
Die Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie) brachte es schlussendlich ans Licht. Hierfür haben die Forscher die Laufgewohnheiten der Probanden festgehalten und über 10 Jahre dokumentiert. Danach wurde das Gehirn der jeweiligen Teilnehmer auf Veränderungen untersucht. Mit dem Volumen des Gehirns wird dessen Vitalität gemessen. Verringert sich das Volumen, so gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Gehirnzellen abgestorben sind, zeigt es jedoch keine Veränderung, so ist das Gehirn nach wie vor vital und gesund. Um diese Theorie zu festigen, mussten sich die Probanden zudem in einem Zeitraum von fünf Jahren dem so genannten „Mini-Mental-Status-Test“ unterziehen. Mit dieser Prüfung wird die geistige Fähigkeit untersucht in Bezug auf Rechnen, Schreiben und Lesen, dem Sprach-, sowie dem Erinnerungsvermögen. Die geistigen Fähigkeiten in Wirkung mit körperlichen Aktivitäten ergaben, dass regelmäßige Spaziergänge Alzheimer bremst.