Vergesslichkeit bedeutet nicht gleich Alzheimer!
Fast jeder kennt das oder es ist ihm ähnliches passiert, man steht an der Kasse des Supermarktes und es will einem partout nicht die Geheimnummer zur EC-Karte einfallen, obgleich man sie ja kurz zuvor noch wusste. Oft mit Scharm erfüllt, versucht man sich zu rechtfertigen und glaubt tief in seinem Inneren: „Jetzt ist es soweit, ich bekomme Alzheimer.“ Das ist jedem eine peinliche Situation, die emotional oft ein inneres Desaster heraufbeschwört. Allerdings ist dies in der Regel, zum Glück, noch als Ausnahme zu bezeichnen und hat nichts mit Demenz oder Alzheimer zutun. Dieses Vergessen rührt aus einer Form der Überanstrengung, eine Art „Overload“ des Gehirns, die uns hin und wieder in solche Situationen bringt. Jeder vergisst mal was, besonders in Stresssituationen. Allerdings darf dieses Vergessen nicht die Regel sein und sollte die Ausnahme bleiben.
Man darf bei allen Informationen die wir tagtäglich verinnerlichen nicht vergessen, dass diese einen Platz in unserem Gehirn benötigen, um von Nutzen zu sein. Die Komplexität des Gehirns wird einem erst bewusst, wenn gelerntes vergessen wird und wir nicht begreifen, warum das so ist. Dabei ist unser Kopf doch so groß.
Alzheimer Experten raten deshalb, den Facharzt aufzusuchen und sich vom Neurologen, Hausarzt und neuerdings Augenarzt beraten zu lassen. Während der Neurologe und Hausarzt auf die bekannte Tests setzt, um Alzheimer oder eine Demenz festzustellen, so kann der Augenarzt der Zukunft Alzheimer durch die Netzhaut bestimmen. Die Wissenschaft geht sogar so weit zu behaupten, dass mit dieser Methode, dem Blick durch die Netzhaut im Auge auf die lichtempfindlichen Zellen im Gehirn, die Alzheimersymptome schon „20 Jahre“ vor dem Ausbruch erkannt werden können. Wird das Volumen des Gehirns durch das Absterben von Gehirnzellen verringert, so ist diese Schädigung auch in der Netzhaut erkennbar.
5 Warnsignale bei Alzheimer
- Die Vergesslichkeit
Wer mehrfach am Tag darüber nachdenken muss, wie nun der Nachbar, dem man gerade begegnet ist heißt, sollte sich nur dann Gedanken machen, wenn er die Verknüpfung, wo diese Person hin gehört oder in welchem Bezug sie zu einem selbst steht, abhanden gekommen ist. - Die Wortfindung
Ein typischen Zeichen, ist das fehlen von Worten und die gleichzeitige Suche danach mit der Bildung von neuen Synonymen, sowie aufgeregtes Ausweichen bei Erklärungen. - Die Orientierung
- Bei einer normalen Vergesslichkeit würde man sich an der Umgebung orientieren, dem Alzheimer-Patienten fehlt die Verknüpfung zu den Räumlichkeiten, so dass er orientierungslos umhergeht und sich schnell verläuft. Ein weiteres Merkmal ist die Zeitlosigkeit, der Patient kann keine Daten mehr behalten, er vergisst nicht nur Tageszeit und Geburtstage, sondern lebt außerhalb jeder Zeiteinteilung.
- Die Veränderung der Persönlichkeit
Im Zuge seiner Erkenntnis über seine Krankheit und dem Unverständnis darüber, ist der Patient oft großen Stimmungsschwankungen ausgesetzt, die vom schnellen Aufbrausen bis zur tiefen Depression führen können. - Der Verlust der Alltagsbestimmung
Im Laufe der Zeit verliert der Betroffene die Fähigkeit seinen Alltag zu meistern. Sie wirken fahrig, beenden diverse Aktivitäten nicht, vernachlässigen sich häufig selbst in der Körperpflege und vergessen gar sich zu ernähren. Im fortgeschrittenen Stadium benötigt der Alzheimer-Patient in der Regel eine intensive Betreuung.