Dementenschutz: Welcher Nutzen entsteht durch RFID?

Die Identifikation mittels RFID-Technik macht Prozesse transparenter und kann damit der Steigerung von Effizienz und Sicherheit dienen. Der Einsatz der RFID-Technologie im Krankenhaus und Altenheimen wird bereits in einigen Projekten eingesetzt. Nutzen ist vor allem eine stärkere Verzahnung von physischer und digitaler Welt sowie die Optimierung der Geschäftsprozesse. Einsatzfelder im Krankenhaus ergeben sich beispielsweise in der Warenlogistik oder bei der Vereinfachung von Pflichtdokumentationen. Als Funktechnologie kann RFID zur Gerätewartung und vor allem zur Geräteortung mit unterschiedlichsten Zielsetzungen eingesetzt werden. So erkennt das System beispielsweise, wie lange ein Bett schon nicht mehr in der Bettenaufbereitung registriert wurde, schließt daraus auf den Reinigungsbedarf und erteilt automatisch eine Anweisung hinsichtlich der erforderlichen Maßnahmen. Ein Positionstracking für medizinische Hightech-Geräte mittels der Funktechnologie hilft, wichtige Geräte – insbesondere in einem medizinischen Notfall – rasch zu lokalisieren und aufzufinden. Ebenfalls ist eine Personenortung von dementen oder orientierungslosen Personen einschließlich des entsprechenden Alarmes gegeben. Es wird nicht nur festgestellt, dass sich diese Person an der Türe befindet, sondern auch wohin diese gelaufen ist. Türen und Aufzüge können personenbezogen, in Abhängigkeit von Uhrzeit, Wetter oder auch ferngesteuert verschlossen oder freigegeben werden. Dies ermöglicht auch die Überwachung von Ausgangstüren, falls diese unberechtigt geöffnet, versperrt oder blockiert werden. EDV- oder Arzneimittelräume werden automatisch für die Berechtigten geöffnet und nach Verlassen des Raumes wieder sicher verschlossen. Die Einfahrt von PKWs, Lieferanten etc. wird berührungslos gesteuert. Somit können unberechtigte nicht auf das Gelände fahren oder parken. Auch für das Wachpersonal ist eine Kontrolle der Türen leicht und beim Rundgang mit weniger Risiko verbunden. Ebenfalls gibt es bereits Anfragen zur Patientenidentifikation: Anstelle der herkömmlichen Plastikarmbänder sollen Patienten in Zukunft mit Chip-Armbändern ausgestattet werden, die den Träger mit medizinischen Daten oder Therapieplänen verknüpfen kann. Auch Menübestellungen und Sonderwünsche könnten dann per Funk bestellt und abgerechnet werden.
Insgesamt erwartet sich unser RFID-Team eine Reihe von Verbesserungen durch den Einsatz der Funktechnologie: ein lückenloses Prozess- und Dokumentationsmanagement, die automatische Erfassung aller Produktlebenszyklen innerhalb des Krankenhaus und Altenheimes, die Vereinfachung logistischer Abläufe, Qualitätsverbesserungen in unterschiedlichen Prozessketten, ein verbessertes Risikomanagement, geringere Lagerhaltungskosten und insgesamt eine erhöhte Kosteneffizienz.